Unser Essen und Trinken

Müllautos (Kopie 1)

Sprechblase

Schaut mal, was ich rausgefunden habe. So viel Essen werfen wir einfach weg.

Lebensmittel sind kostbar

             Lebensmittel sind kostbar

 

Ob auf dem Wochenmarkt mit seinen vielen regionalen Produkten, beim Gemüsehändler um die Ecke oder im Supermarkt – wenn wir einkaufen, sollten wir überlegen, ob wir die Lebensmittel auch wirklich aufessen können. 

Die Ministerin hat Forscher beauftragt, genaue Zahlen zu Lebensmittelabfällen herauszufinden, damit wirksame Lösungsansätze entwickelt werden können.
Es gibt Schätzungen, dass bis zu 11 Millionen Tonnen Lebensmittel in Deutschland pro Jahr in den Müll geworfen werden! Das sind 275.000 Lastwagen, die aneinandergereiht eine Länge von 4.500 Kilometern hätten.

Ich finde, Lebensmittel gehören nicht in den Müll. Deshalb werde ich künftig genauer überlegen, was ich einkaufe. Das kannst du auch! Essen ist etwas besonders Wertvolles – es ist lebensnotwendig und kostbar und deshalb sollten wir sorgsam damit umgehen. 

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Hast du Ahnung?

Hast du eine Idee, was „5 am Tag“ bedeutet?

Super! Das war genau richtig!

Das war leider falsch, versuche es nochmal.

Was ist der aid- Ernährungsführerschein?

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Das war leider falsch, versuche es nochmal.

Was sind Kalorien?

Prima, du hast alles geschafft.

Das war leider falsch, versuche es nochmal.

Clevere Fitmacher-Tipps_lang

Clevere Fitmacher-Tipps

Glas mit Tee, Eiswürfeln und Zitrone

  • Zu gesunder Ernährung gehört auch viel trinken – am besten zu jeder Mahlzeit ein Getränk.
  • Auch in der Schule nach Möglichkeit zwischendurch immer wieder trinken – vielleicht gibt es ja bei euch eine gesunde Schulmilch für die Pausen.
  • Oder nachmittags bei den Hausaufgaben: Hier sind beispielsweise Wasser und Tee super Durstlöscher.
  • Im Sommer kannst du dir aus kaltem Tee auch einen Eistee machen.
  • Obstsäfte sind lecker – aber sie enthalten viel Fruchtzucker. Verdünnt als Schorle ist also clever und spritziger.

Zu fett und zu viel Zucker

  • Noch vor 50 Jahren gab es viel mehr untergewichtige Menschen als Menschen mit Übergewicht. Heute ist es umgekehrt.Comicfigur eines dicken Mannes der in der einen Hand eine Cola und in der anderen ein Eis hält
  • Schuld daran sind meist mangelnde Bewegung und veränderte Ess- und Trinkgewohnheiten: Wir essen häufig zu fett und zu zuckerhaltig.
  • Auch Softdrinks tragen dazu bei. Die zuckerhaltigen Softdrinks haben viele Kalorien, die zusätzlich zum normalen Essen aufgenommen werden.

Ein paar Tipps

  • statt Butter auch mal Frischkäse aufs Brot
  • nicht zu viel salzen, lieber mit Kräutern würzen
  • Vollkornnudeln statt "normale" Nudeln essen
  • dunkles Brot statt Weißbrot

Volkornbrot mit Quark, Radieschen, Gurke und Schnittlauch belegt

Mehr Gemüse als Obst

  • Gemüse kannst du jede Menge roh oder gekocht essen.
  • Gemüse aber nicht zu lange kochen, damit die Vitamine erhalten bleiben.
  • Probier auch mal was Neues aus! So kannst du dein Brot mit Salatblättern, Tomaten und Gurken belegen. Ruck, zuck wird aus einem "normalen" Schulbrot ein tolles Fitmacher-Sandwich.

Frisches Obst

  • Auch frisches Obst ist gesund, allerdings enthält es Fruchtzucker!
  • Greif doch einfach mal zu einem Apfel, der hat viele Vitamine und erfrischt!

Rote Äpfel

  • Oder mix dir mal einen bunten Obstsalat.
  • Zum Beispiel frische Äpfel, Erdbeeren, Kiwi oder Mango in kleine Stücke schneiden.
  • Besonders lecker auch mit Joghurt oder Quark.

Schüssel mit geschnitttenem Obst und Joghurt

Ballaststoffe abwerfen? Oder aufnehmen?

  • Ballaststoffe solltest du reichlich aufnehmen. Das sind pflanzliche Bestandteile, die nicht verdaut werden können.
  • Sie liefern zwar keine Energie, sind aber gut für den Darm.
  • Ballaststoffe kommen in Getreide – also auch im Brot – Obst und Gemüse vor.
  • Besonders Vollkornbrot und Müsli enthalten viele Ballaststoffe.

Brot mit Kürbiskernen und Roggenähren davor

Unser Essen und Trinken (Kopie 1)

Vielfalt schmeckt besser

Vielfalt schmeckt besser

Eine vielseitige Ernährung hilft eurem Körper, gesund zu bleiben. Zur Schonung der Umwelt empfiehlt es sich, auf regionale Lebensmittel zurückzugreifen. So gibt es bei Obst und Gemüse in jeder Region in Deutschland eine riesige Vielfalt, und man kann zu jeder Jahreszeit etwas Neues ausprobieren: Erdbeeren im Frühsommer, Bohnen im August oder verschiedene Apfelsorten im Herbst. Das bringt auch eine ganze Portion Genuss in euren Schulalltag.

Diese Vielfalt an Lebensmitteln zeigt sich auch in vielen unterschiedlichen Lieblingsessen, die es hierzulande in jeder Region gibt. Seht euch an, was Schüler im hohen Norden, am Rhein, in München oder Dresden gerne essen.

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Regionale Köstlichkeiten

Brotpudding mit Zwieback
Plumm und Tüffel
Erbsensuppe mit Nordseekrabben
Butterkuchen
Pumpernickel
Potthucke
Christstollen
Frankfurter Grüne Sauce
Dinette
Brennesselknödel

Das kocht in deutschen Töpfen Früher war es selbstverständlich, aus frischen Zutaten zu kochen. Das machte Mühe und erforderte Zeit. Die Gerichte wurden häufig aus einfachen Zutaten gekocht, die es auf dem Feld gab. Da die schwere körperliche Arbeit hungrig machte, wurden gerne deftige Gerichte mit Fleisch oder Speck gegessen.
Heute greift man beim Einkaufen häufig zu Fertiggerichten, die man nur kurz aufzuwärmen braucht – das geht schnell. So geraten alte Rezepte langsam in Vergessenheit. Dabei habt ihr vielleicht selbst schon in den Ferien bei euren Großeltern erlebt, wie lecker die Gerichte aus ihrer Region schmecken. Jede Region, jedes Land hat seine eigene traditionelle regionale Küche hervorgebracht – das macht jede Region einzigartig und lädt zum Entdecken ein.

Brotpudding mit Zwieback aus Schleswig-Holstein

Wie der Name schon verrät, wird Zwieback zweimal gebacken. Durch dieses Verfahren ist er sehr lange haltbar. Früher machte ihn das zum idealen Proviant auf langen Seereisen oder im Krieg. In Schleswig-Holstein wird er auch heute noch gerne für eine typische Nachspeise verwendet: Brotpudding mit Zwieback. Dazu wird der Zwieback in Milch eingeweicht und dann mit Butter, Zucker und Eiern verrührt. Als nächstes werden Grieß, ein wenig Backpulver, Zimt und Vanillepulver hinzugegeben, sowie Rosinen und Apfelstückchen untergerührt. In eine wasserdichte Form füllen und ab ins heiße Wasserbad für zwei Stunden. Schon ist das herzhafte Dessert fertig!

„Plumm un Tüffel“ aus Mecklenburg-Vorpommern

„Plumm un Tüffel“ ist ein typisches Gericht aus Mecklenburg-Vorpommern und heißt so viel wie Pflaumen und Kartoffeln. Die nordische Spezialität ist genau das Richtige für den großen Hunger. Für die Zubereitung braucht man ein wenig Zeit sowie Backpflaumen, Kartoffeln, Zwiebeln und mageren Bauchspeck oder Kassler. Zusammen mit Lorbeerblättern, Nelken, ein wenig Zitronensaft und Zimt wird das Ganze in einem großen Topf langsam gegart. Aus dem eingekochten Sud wird eine sämige Sauce zubereitet, welche mit den „Plumm un Tüffel“ vermengt wird. Das Fleisch in kleine Stücke schneiden und daneben anrichten. Guten Appetit!

Erbsensuppe mit Nordseekrabben

Ein leckeres und gesundes Essen ist die Erbsensuppe auf Hamburgische Art. Die Erbse kommt ursprünglich aus dem Mittleren Osten und ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. Sie ist reich an Eiweiß, Eisen und Vitamin C. Für die Zubereitung dieser gesunden Mahlzeit nimmt man frische Erbsen und kocht diese mit Gemüsefond auf. Schnell vom Herd nehmen und fein pürieren. Ein weiterer Teil der Erbsen wird mit Fisch- oder Hummerfond und Sahne aufgekocht. Fünf Minuten köcheln lassen und dann mit dem Gemüse-Erbsenfond vermischen. Nordseekrabben und etwas Dill hinzugeben. Abschmecken mit Salz und Pfeffer, fertig!

Butterkuchen

Ein Kuchen mit Tradition ist der Butterkuchen. In Norddeutschland darf er bei keiner Familienfeier fehlen: Man isst ihn zur Kindstaufe, zur Konfirmation, zur Hochzeit und zur Beerdigung. Deshalb wird er von einigen als Freud-und-Leid-Kuchen bezeichnet. Für die Zubereitung des Hefeteigs einfach Weizenmehl, Trockenhefe, lauwarme Milch, Zucker, ein Ei und ein wenig Salz mischen und mit den Händen kräftig kneten. Nach einer kurzen Ruhepause den Teig auf einem Kuchenblech ausrollen, Butter-Zimt Flöckchen darauf verteilen und ab in den Ofen damit. Warm servieren und genießen.

Pumpernickel – eine Spezialität aus Nordrhein-Westfalen

Pumpernickel hast du auch bestimmt schon gegessen. Aber wusstest du, dass das Brot aus Nordrhein-Westfalen kommt? Da, in Soest, liegt die älteste bisher bekannte Pumpernickel-Bäckerei. Dort wurde das Pumpernickel zuerst namentlich erwähnt. Traditionell bestand es aus Roggenschrot, Wasser und Salz und musste bis zu 24 Stunden backen. Heute fügt man Sauerteig und Hefe hinzu. Dadurch wird der Teig lockerer und die Hitze kann besser durch den Teig steigen. Ausserdem enthält Pumpernickel heute Rübensirup. Der unterstützt die dunkle Färbung des Brotes und verklebt es.
Die genaue Herkunft des Wortes Pumpernickels liegt im Bereich der Mythen und Legenden. So könnte es sich aus den beiden Begriffen „Pumpern“ und „Nickel“ zusammensetzen. Nickel bedeutet „Eigenbrötler“ oder „komischer Kauz“, das heute weitgehend unbekannte Wörtchen „Pumpern“ hingegen so etwas wie „Pupsen“ oder „Furzen“. Ziemlich deftig zwar diese Deutung, sie gibt aber einen ziemlich deutlichen Hinweis auf die verdauungsfördende Wirkung des bekannten Schwarzbrotes.

Potthucke aus dem Sauerland

Potthucke, dieses lustige Wort bedeutet im Sauerland: Etwas hockt im Topf. Als Sauerland bezeichnet man eine Mittelgebirgsregion in Westfalen. Hier liegt die Heimat der Potthucke, die aus Kartoffelteig und Fleisch besteht.
So gehts: Zunächst schält man Kartoffeln und Zwiebeln und reibt sie anschließend. Eier, Mehl, und kleine Mettwurststücken hinzu und kräftig durchgerührt. Auf einem gefetteten Blech ausbreiten, Speckwürfel drüberstreuen und backen.

Christstollen – echt nur aus Sachsen

Ihr alle kennt sicher den Stollen zu Weihachten, dieses süße Brot mit Rosinen. Er hat eine sehr lange Geschichte. Erstmalig erwähnt wurde er im 14. Jahrhundert in Naumburg in Sachsen-Anhalt. Dieser ursprüngliche Stollen hieß damals noch Christbrot und war ein Fastengebäck der Klöster. Der Stollen bestand damals einfach nur aus Mehl, Wasser und Hefe. Man durfte weder Milch noch Butter hinzufügen und Zucker war viel zu teuer. Einem Hofbäcker aus Torgau (Sachsen) wird nachgesagt, er habe den heutigen Christstollen erfunden, indem er ihn mit Butter und Trockenfrüchten verfeinerte.
Heute ist der Dresdner Christstollen wohl der bekannteste in Deutschland. In Sachsen nennt man ihn auch Striezel, nach ihm benannte man auch den Striezelmarkt – den Weihnachtsmarkt.

Frankfurter Grüne Sauce kommt aus Hessen

Die Frankfurter sagen „Grie Soß“ und essen sie beinahe zu allem. Grün wird die Soße durch die verwendeten Kräuter. Traditionell besteht die Soße aus sieben Kräutern: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Die Kräuter werden ganz klein gehackt und dann mit saurer Sahne und hartgekochten Eiern gemischt. Das Ganze wird durch ein Sieb gestrichen und danach mit Öl, Essig, Salz und Pfeffer aufgeschlagen. Du kannst die Soße also ganz einfach selbst ausprobieren. Traditionell isst man die Sauce zu Kartoffeln und zu hartgekochten Eiern.

Dinnete – eine Baden-Württembergerin

Di Nette, nein Dinnette – das ist eine schwäbische Brotteigspezialität. Ein einfacher Hefeteig als Boden, dünn ausgerollt, darüber etwas Schmand oder Sauerrahm, klassisch belegt mit Zwiebeln und Schinken – fertig ist die schwäbische Dinnette. Du denkst dir jetzt sicher: Das klingt genauso wie ein Flammkuchen. Nur ist die Dinnette kleiner und hat einen dickeren Rand als der Flammkuchen.

Brennesselknödel mit Gemüse

Hierzulande gilt die Brennessel als Unkraut, dabei ist sie unglaublich gesund. Ihr werden viele positive Eigenschaften nachgesagt. So soll sie bei Erkältungen, Konzentrationsschwierigkeiten und bei Problemen mit der Haut helfen. Außerdem ist sie reich an Vitamin C und Eisen. Zeit, sie auch in deinen Speiseplan aufzunehmen! In Bayern verarbeitet man dieses Wunderkraut auch gerne in Knödeln. Für die Knödel gehackte Zwiebeln, Knoblauch und Brennesseln in Öl dünsten. Alte Brotreste in warmer Milch ziehen lassen, Eier dazu, etwas Salz und die Brennesseln untermischen. Mit den Händen aus dem Teig kleine Knödel formen, im Wasserdampf garen und fertig sind die gesunden, grünen Knödel. Servieren kann man sie beispielsweise mit Gemüse oder einer feinen Sauce.